Zwischen Parteinähe und Freigeistern

Die Auseinandersetzung um das Seminar "Denker der Freiheit" zeigt: Der Liberalismus ist insgesamt unentspannt. Ein Kommentar.

Es ist unglücklich, dass das Seminar „Denker der Freiheit“ nicht an der  Theodor-Heuss-Akademie stattfinden kann. Einerseits hätte den Liberalen ein radikalliberaler Impuls zum Europawahl-Termin gut getan. Andererseits hätten parteinahen Stiftungsfunktionäre ihre Positionen zurück kommunizieren können.

Aber die Stiftung/Akademie und die Organisatoren konnten zu keinem Ergebnis kommen. Nur die Beteiligten wissen genau, was vorgefallen ist.  Es ist ist unmöglich nachzuvollziehen, wer an welcher Stelle das letzte einigende Band zerschnitten hat. Es kann nur festgestellt werden, dass sich die Fronten zwischen Parteinähe und Freigeistern verhärten.

Auf der Strecke bleiben stehen viele durchaus konsequente Liberale. Viele Stipendiaten und Mitarbeiter bei der Naumann-Stiftung sorgen dafür, dass im Vorfeld der FDP der Liberalismus blüht, den die Partei oft sträflich vernachlässigt.

Wenn zwischen parteifernen und parteinahen Akteuren kein Miteinander mehr möglich ist, verödet der Parteiliberalismus intellektuell und den Konsequenten droht die Bedeutungslosigkeit. Am Ende verlieren alle.

 

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